Prävention und Kontrolle von multiresistenten Erregern (MRE)

Antibiotikaresistente Bakterien (engl. multidrug-resistant organisms, MDRO) stellen eine grosse Herausforderung für das behandelnde Team und teilweise eine kritische Bedrohung für die betroffenen Patienten dar. Um die Verbreitung antibiotikaresistenter Erreger im Krankenhausbereich einzudämmen, hat Swissnoso im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) des Bundes Empfehlungen zur Prävention und Bekämpfung von MRE im Nicht-Ausbruch- und Ausbruch-Setting ausgearbeitet. Sie verstehen sich als Leitlinie speziell für Schweizerische Gesundheitseinrichtungen und sind angelehnt an internationale Richtlinien. Sie basieren jedoch in vielen Bereichen auch auf Meinungen und Erfahrungen der Experten von Swissnoso. Des Weiteren wurden Vertreter der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie, Spitalhygiene und Mikrobiologie in die Konsultation miteinbezogen. Zielpublikum sind primär die Verantwortlichen für Infektionsprävention in Akutspitälern.

Der Fokus liegt bei folgenden Mikroorganismen:

  • Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA)
  • Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE)
  • Breitspektrum Beta-Laktamasen bildende Enterobacterales (ESBL)
  • Carbapenemase-produzierende Enterobacterales (CPE)

 

Nationale Empfehlungen

"Prävention und Kontrolle von MRE im Nicht-Ausbruch-Setting" (Version 1.0, Oktober 2021, 1MB)
In diesem Dokument werden zunächst allgemeine Grundsätze der Infektionsprävention zur Eindämmung der Übertragung von MRE dargestellt. Danach folgen MRE spezifische Empfehlungen.

"Management von Ausbrüchen mit MRE" (Version 1.0, Oktober 2021, 800KB)
Diese Richtlinie beschreibt konkrete Massnahmen und Schritte, welche im Falle eines Ausbruchs einzuleiten sind und über Massnahmen im Nicht-Ausbruch-Setting hinausgehen.

Diese Empfehlungen werden von der Schweizerischen Gesellschaft für Spitalhygiene (SGSH) und Fachexperten/-innen für Infektionsprävention & Berater/-innen für Spitalhygiene (fibs)/ Spécialistes infirmiers prévention de l’infection (SIPI) unterstützt.

Akutspitälern wird zudem empfohlen, sich an den «Strukturellen Mindestanforderungen für die Prävention und Bekämpfung von healthcare-assoziierten Infektionen (HAI) für Schweizer Akutspitäler» zu orientieren.

 

Kontakt: Dr. Danielle Vuichard-Gysin